Helmut Zöpfl

Wissenschaftler und Autor

Eigentlich sollte er längst dem Müßiggang frönen, den Herrgott einen guten Mann sein lassen, den Herbst seines Lebens mit einem breiten Dauerlächeln genießen: Helmut Zöpfl, Jahrgang 1937. Er kann auf eine vielbeachtete Karriere als Wissenschaftler zurückblicken. Er hat Dutzende Bücher geschrieben, deren Gesamtauflage die Millionengrenze schon vor Jahren überschritten hat. Er war Politikberater, Songwriter, Ratgeber, Kolumnist und so viel mehr.
Aber - Ausruhen? Die Füße hochlegen? Unmöglich für einen engagierten, mündigen Bürger, der es sein Leben lang gewohnt ist, den Mund aufzumachen und bisweilen auch mal auf den Tisch
zu hauen, wenn Dinge nicht rund laufen. Und in Deutschland läuft seit vielen Jahren manches nicht mehr rund.
Ein Kernproblem macht er hier fest: bei der Bildung. Das System hakt, es knarzt an allen Ecken und Enden. Und alle Bemühungen der vergangenen Jahre, besser zu werden, die Kurve zu kriegen, sind ins Leere gelaufen.
Also hat Helmut Zöpfl beschlossen, jetzt wieder laut zu werden. Aufzustehen, und nicht nur den Finger in die Wunde zu legen, sondern, gleich die ganze Hand. Er sagt: »Deutschland, Du hast
ein Bildungsproblem«.
Zusammen mit zwei langjährigen Weggefährten – mit dem Pädagogen Alexander Müller – legt er nun eine ganze Reihe von Streitschriften zum Thema Bildung auf.
 
 
Band 1, zusammen mit Dr. Alexander Müller: "Willkommen in Schilda"
 
Warnung! Dieses Buch ist keine Unterhaltung! Wenn Sie glauben, dass unser Bildungssystem nur ein paar Reformen braucht, legen Sie dieses Buch weg. Wenn Sie damit zufrieden sind, dass Ihr Kind für Noten lernt statt für das Leben, ist dieses Buch nichts für Sie. Nehmen Sie die blaue Pille. Schlafen Sie weiter.
Für alle anderen gilt: Wir müssen etwas verändern. Zurzeit wird viel über die Frage diskutiert, warum man noch lernen soll - und was. Man will Klassenzimmer reparieren, und das ist wichig, aber ist das wirklich genug? Der Pädagoge und Autor Helmut Zöpfl sagt: „Ein Bauer weiß: Vom Wiegen wird die Sau nicht fett er.“ Da hat er recht.
Zusammen mit seinem Kollegen Alexander Müller will er mehr: das Fundament neu. Die beiden sagen: „Wir behandeln unsere Kinder wie Maschinen: Input rein, Test schreiben, Output messen. Das nennen wir dann Bildung. In Wahrheit ist das Programmierung.“
Dieses Buch ist Ausbruch. Dabei ist der Mensch kein „Mängelwesen“, das angepasst werden muss. Das Kind ist kein Gefäß, das gefüllt werden muss. Hören Sie auf, Ihre Kinder zu optimieren. Fangen Sie an, sie zu befreien. Wir dürfen uns nicht länger benehmen wie Schildbürger!
 
 

ZUR PERSON

Er gilt als eine der schärfstenZungen Bayerns: Helmut Zöpfl. Sein Humor ist auf dem Punkt, er ist nicht berechenbar, seine Gedanken sind nicht vorhersehbar.
Wie unorthodox Helmut Zöpfl ist, lässt sich allein an seiner wissenschaftlichen Karriere ablesen. Ab 1971 hatte er in München
den Lehrstuhl für Schulpädagogik inne. Unter anderem vertrat er die Belange der Schüler in mehreren pädagogischen Kommissionen und gestaltete viele Jahre lang Lehrpläne mit.
Bekannt wurde Helmut Zöpfl zudem durch seine publizistische Tätigkeit. Neben zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten verfasste er auch mehrere Schriftenbände und Kinderbücher sowie einige Gedichtbände in Mundart, nachdem er gemerkt hatte, dass er seine Botschaften leichter in einer Sprache, die für viele Heimat bedeutet, vermitteln kann.
Die Auflage, die seine Bücher erreicht haben, ist siebenstellig.Von seinen zahlreichen wissenschaftlichen und literarischen
Auszeichnungen freut ihn am meisten der „Ismaninger Krautkopf“, den, wie er sagt, bisher kein einziger Literaturnobelpreisträger erhalten hat.
1998 wechselte er die Seite, nahm ein naturwissenschaftliches Studium auf, das er 2002 mit der Promotion im Fach Biologie
magna cum laude abschloss. Warum? Weil er es ganz einfach wissen wollte. Daran hat sich bis heute nichts geändert.
Und darum kann er auch nicht zusehen, wie die Welt der Pädagogik, seiner Pädagogik, in eine falsche Richtung abkippt. Er
mag nicht zuschauen, wie die Kinder heute immer angepasster werden, weil sie glauben, dass das von ihnen erwartet wird. Ein Helmut Zöpfl schaut nicht zu. Ein Helmut Zöpfl bezieht Position.
 
 

Ich staune, dass ich so fröhlich bin

Ein poetisches Meisterwerk zwischen Leichtigkeit und Tiefgang. Mit feinem Humor, messerscharfer Beobachtungsgabe und einem Herzen, das für das Leben in all seinen Facetten schlägt, legt Helmut Zöpfl einen neuen Band vor, der tief berührt und oft überraschend...

 

 

 

 

 

 

 

Flax aus Flachland

Flachland ist, wie der Name schon vermuten lässt, ganz schön flach. Genau genommen ist Flachland sogar regelrecht platt, zweidimensional, in der Höhe maximal begrenzt. Hier lebt der Schüler Flax, und er entdeckt eines Tages, dass es da noch mehr gibt, dass da noch etwas auf ihn wartet, dass jenseits des Grenzfeldes eine Welt bar jeglicher Vorstellungskraft existiert. Also macht er sich auf in eine neue Dimension, nach Raumland. Einer findet das gar nicht gut: Dux, der Herrscher von Flachland. Bald lässt er sich von seinem Kriegsminister Drux davon überzeugen, dass die gewohnte Weltordnung nur mit Waffengewalt bewahrt werden kann. Und Meister Strux bekommt den Auftrag, eine schreckliche Vernichtungswaffe zu bauen ...
»Flax aus Flachland – ein Stück Weltliteratur für junge, nach dem Sinn des Daseins fragende Menschen«: Als der Pädagoge, Hochschullehrer und Schriftsteller Helmut Zöpfl 2022 mit dem Deutschen Schulbuchpreis 2022 ausgezeichnet wurde, fiel dieser Satz in der Laudatio seines Kollegen Josef Kraus.
Zöpfl hatte Anfang der 1980er-Jahre ein Textfragment verfasst, inspiriert vom Roman »Flatland« des britischen Schriftstellers
Edwin A. Abott (1838-1926) aus dem Jahr 1884. Zöpfl schuf den Beginn einer Parabel, vollendete sein Werk damals aber nicht.
Das tat fast vierzig Jahre später der Autor, Journalist und Musiker Mathias Petry, der in einem seiner zahlreichen Gespräche mit Zöpfl von diesem vergessenen Schatz erfuhr.
 
 
 
 
 
 
 

Psst … streng vertraulich!

In dieser Satire erfahren Sie, was Sie schon immer über einen gewissen Freistaat im Süden Deutschlands vermutet haben. Seien Sie versichert: Es ist alles noch weit wilder. Und noch viel verrückter. So lustig kann Spannung sein!

 

 

 

 

 

 

 

In memoriam Kreszentia Hühnermund

Sie ist eine der großen Lyrikerinnen dieses Landes: Kreszentia Hühnermund. Der Autor und Pädagoge Helmut Zöpfl, selbst Verfasser zahlreicher Gedichte in Hochdeutsch und in der Mundart seiner Heimat, hat sich aufgemacht, zusammen mit anderen, Texte der außergewöhnlichen Künstlerin zusammenzutragen und die Vita zumindest in kleinen Bruchstücken zu rekonstruieren. Lyrik aus der Feder eines bemerkenswerten Menschen, zusammengetragen von einem der großen Autoren seiner Zeit.

 

 

 

 

 

 

 

Leben und leben lassen

Manchmal ist Reden aber auch Silber, es gibt halt in unserer Welt selten das eine ohne das andere. Sketche und Geschichten über menschliche Unzulänglichkeiten. Ein Buch zum Genießen, zum Verschlingen - amüsant, humorvoll und sehr bayrisch.

 

 

 

 

 

 

 

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